Demut
Realistische Einschätzung des eigenen Ranges ohne Selbstüberhebung. In der christlichen Tradition Grundtugend gegen den Hochmut; sie fällt nicht mit Selbstverachtung zusammen.
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Realistische Einschätzung des eigenen Ranges ohne Selbstüberhebung. In der christlichen Tradition Grundtugend gegen den Hochmut; sie fällt nicht mit Selbstverachtung zusammen.
Übereinstimmung von Aussage, Überzeugung und Handeln. Sie umfasst mehr als das Unterlassen der Lüge: auch Verschweigen und Irreführung stehen ihr entgegen.
Haltung, Verzögerung, Widerstand oder Leid ohne Groll zu ertragen. Die Tugendethik versteht sie als Beherrschung des zornigen Affekts; in der christlichen Tradition steht sie dem Laster des Zorns gegenüber.
Bereitschaft, Besitz, Zeit oder Zuwendung ohne Berechnung zu teilen. Bei Aristoteles die Mitte zwischen Verschwendung und Geiz; sie bemisst sich am Angemessenen, nicht an der Höhe der Gabe.
Beherrschung von Begierde und Genuss im Maß des Angemessenen. Eine der vier Kardinaltugenden (griechisch sophrosyne); sie zielt nicht auf Verzicht, sondern auf das rechte Maß.
Bereitschaft, trotz erkannter Gefahr das als richtig Erkannte zu tun. Bei Aristoteles die Mitte zwischen Tollkühnheit und Feigheit; er setzt Furcht voraus, statt sie zu leugnen.