Demut
Realistische Einschätzung des eigenen Ranges ohne Selbstüberhebung. In der christlichen Tradition Grundtugend gegen den Hochmut; sie fällt nicht mit Selbstverachtung zusammen.
Tugenden und Laster der Philosophie: In diesem Bereich stehen Charakterzüge, die in ethischen Betrachtungen als erstrebenswert oder als Fehlhaltung gelten. Zu jedem Charakterzug ist sein Gegenspieler verzeichnet, sodass sich Tugend und zugehöriges Laster unmittelbar gegenüberstellen lassen. Von dort führen Verweise zu den Personen und Werken, die sich mit ihnen beschäftigt haben.
Realistische Einschätzung des eigenen Ranges ohne Selbstüberhebung. In der christlichen Tradition Grundtugend gegen den Hochmut; sie fällt nicht mit Selbstverachtung zusammen.
Übereinstimmung von Aussage, Überzeugung und Handeln. Sie umfasst mehr als das Unterlassen der Lüge: auch Verschweigen und Irreführung stehen ihr entgegen.

Geduld ist die Fähigkeit, Widrigkeiten, Verzögerungen und Leid gelassen zu ertragen und auf ein erhofftes Gut zu warten. Thomas von Aquin ordnet sie der Tapferkeit zu, der Buddhismus zählt sie als kṣānti zu den sechs Vollkommenheiten.
Bereitschaft, Besitz, Zeit oder Zuwendung ohne Berechnung zu teilen. Bei Aristoteles die Mitte zwischen Verschwendung und Geiz; sie bemisst sich am Angemessenen, nicht an der Höhe der Gabe.
Beherrschung von Begierde und Genuss im Maß des Angemessenen. Eine der vier Kardinaltugenden (griechisch sophrosyne); sie zielt nicht auf Verzicht, sondern auf das rechte Maß.
Bereitschaft, trotz erkannter Gefahr das als richtig Erkannte zu tun. Bei Aristoteles die Mitte zwischen Tollkühnheit und Feigheit; er setzt Furcht voraus, statt sie zu leugnen.