20. Jahrhundert
Französisch-algerischer Schriftsteller und Philosoph (1913–1960), Nobelpreisträger 1957. Begründer einer Philosophie des Absurden und der Revolte: Aus der Kluft zwischen Sinnverlangen und schweigendem Universum folgt nicht Verzweiflung, sondern luzide Auflehnung.
20. Jahrhundert
Litauisch-französischer Philosoph (1906–1995) und Begründer einer Ethik der Alterität. Im Antlitz des Anderen erfährt das Subjekt eine vorgängige Verantwortung; gegen Heideggers Ontologie setzt Levinas die Ethik als „erste Philosophie".
20. Jahrhundert
Jürgen Habermas (geb. 1929) ist ein deutscher Philosoph und Soziologe der zweiten Generation der Frankfurter Schule. Mit der Theorie des kommunikativen Handelns (1981), der Diskursethik und dem Modell deliberativer Demokratie prägte er die politische Philosophie der Gegenwart.
20. Jahrhundert
Martin Heidegger (1889–1976) war ein deutscher Philosoph, der die Frage nach dem Sinn von Sein neu stellte und in Sein und Zeit (1927) eine Daseinsanalytik entwickelte. Sein NSDAP-Engagement ab 1933 ist bis heute umstritten.
20. Jahrhundert
Paul Ricœur (1913-2005) war ein französischer Philosoph, der Phänomenologie, Strukturalismus und Hermeneutik systematisch vermittelte. Im Zentrum stehen seine Symboltheorie, die Hermeneutik des Verdachts und die Theorie der Erzählidentität.
20. Jahrhundert
Saul Aaron Kripke (1940–2022) war ein US-amerikanischer Logiker und analytischer Philosoph. Er entwickelte die Kripke-Semantik der Modallogik, die Theorie rigider Designatoren in "Naming and Necessity" (1980) und die Kripkenstein-Lektüre von Wittgensteins Regelfolgen-Paradox.
20. Jahrhundert
Walter Benjamin (1892–1940) war ein deutsch-jüdischer Kulturphilosoph, Literaturkritiker und Übersetzer. Als Außenseiter der Frankfurter Schule entwickelte er die Aura-Theorie, eine messianisch-materialistische Geschichtsphilosophie und die Methode des Passagen-Werks.
20. Jahrhundert
Willard Van Orman Quine (1908–2000) war ein US-amerikanischer Philosoph und Logiker, der die analytische Philosophie nach 1950 prägte. Er kritisierte die analytisch-synthetisch-Unterscheidung, entwickelte die Übersetzungsunbestimmtheit und die naturalisierte Erkenntnistheorie.